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Sonntagsöffnung senkt keine Arbeitslosenzahlen Allianz für den freien Sonntag Österreich: IV-Präsident Veit Sorger geht mit seinem Vorschlag, durch Ausweitung der Öffnungszeiten Arbeitslosigkeit zu senken, an wahren Ursachen der Wirtschaftskrise vorbei. Der "Wettlauf der Besessenen", nimmt immer kuriosere Formen an. Veit Sorgers Verständnis von Gesellschaft ist ein Markt, auf dem nur zählt, ständig und ohne Unterbrechung zu laufen. Wie schön, dass er immerhin mit Kirche und Gastwirtschaft am Sonntagvormittag nicht übers Kreuz kommen will. Der freie Sonntag und andere soziale Gesetze, die Veit Sorger und Markus Beyrer gerne entrümpelt sehen möchten, dienen dazu, die Menschen vor Selbstausbeutung und Verlust von Lebensqualität zu schützen. Gerade in Zeiten der Krise geht es nicht darum, wie besessen zu rennen, sondern sinnvolle Lösungen zu suchen. Öffnungszeiten am Sonntag sind sicherlich kein taugliches Krisen-Instrumentarium. Mit Besorgnis verfolgt die Sonntags-Allianz vielmehr die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgerufenen Auswirkungen: So den Abbau von Randbelegschaften oder den Druck von Unternehmen auf Teilzeitkräfte, ihr Beschäftigungsausmaß noch weiter zu reduzieren. „Mit Sicherheit ist das Problem der Handelsangestellten und KonsumentInnen derzeit gewiss nicht, noch ein paar Stunden mehr Öffnungszeiten dazuzubekommen“, sagt Franz Georg Brantner von der GPA-djp und Sprecher der Sonntags-Allianz. Lassen wir doch die Kirche im Dorf: Dort, wo Sonntagsarbeit notwendig ist (in Pflege, Energieversorgung, etc.), ist die Ausnahme von der Regel auch sinnvoll. Wien, 2.9. 2009
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